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Das Ende einer besonderen Saison

Das Ende einer besonderen SaisonMit dem letzten Wochenende ging eine besondere Medenrunden-Saison zu Ende. Aufgrund der Corona-Pandemie, die uns seit Anfang des Jahres fest im Griff hat und der dadurch immer wieder aufkommenden Frage nach dem „ob“ und dem anschließenden „wenn ja, wann“ gefolgt von dem „wie überhaupt“, wurde die Runde dann doch verspätet und deutlich abgespeckt gestartet. Viele Mannschaften traten in diesem Jahr gar nicht erst an, zumal verlautbart wurde, dass es keine Absteiger geben wird und eine solche Entscheidung damit sanktionslos blieb. Auch beim STC wurde nicht in voller Besetzung gespielt – die Mannschaft der Damen 30 zogen ihre Teilnahme ebenso zurück. Der Rest der Mannschaften (U18-Junioren sowie die beiden Herrenmannschaften 40 und 55) sahen sich immer neuen Vorgaben und Situation gegenüber, die mit einer normalen Saison wenig zu tun hatten. Geht es doch neben dem sportlichen Aspekt zu einem nicht unerheblichen Teil auch um Geselligkeit – und diese fiel tatsächlich nahezu vollständig weg. Für den STC, der über die Grenzen hinaus immer als sehr gastfreundlicher Verein bekannt ist, ein herber Schlag.

Vielleicht lag es an eben diesen negativen Begleiterscheinungen, dass der Verein in dieser Spielzeit unter seinen Möglichkeiten abschnitt. Der letzte Spieltag war erneut von Niederlagen geprägt. Die U18 gab die beiden letzten Spiele der Saison sieglos ab. Nachdem bereits am 29.08. die Gäste aus Urberach alle Punkte mitnehmen konnten (Semd verlor 0:6 – 1:12 Sätze und 21:71 Spiele) sah es am vergangenen Samstag auf dem Platz gegen die zweite Mannschaft aus Ober-Ramstadt zwar deutlich besser aus, allerdings endete der Spielbericht auch hier mit 0:6 (1:12 Sätze, 32:75 Spiele). Es zeigte sich - wie so oft in der Saison - dass durchaus spannende und knappe Spiele auf dem Papier trotzdem eine klare Sprache sprechen können. Wenn es dann doch immer die entscheidenden Punkte sind, die man liegen lässt, hat man trotz einer spielerisch ausgeglichenen Partie nichts Zählbares zu dokumentieren. Dennoch ist die Mannschaft in ihrer ersten Saison zusammengewachsen und hat in großen Teilen gutes Tennis gezeigt – der Verein sieht der neuen Spielzeit mit Spannung entgegen und ist sich sicher, dass die Mannschaft (in dieser Saison mit Jonas Frank, Noah Seibert, Finn Simonis, Christian Wolf, Joshua Schwarz, Noah Waschewski und Julian Mauß) im kommenden Jahr neu durchstarten kann.

Nicht viel besser sah es bei den Herren 40 aus, die bereits am 30.08. ihren Saisonabschluss „feierten“. Wenigstens war es der ungeschlagene Tabellenerste und feststehende Aufsteiger in die Bezirksoberliga, gegen den die Semder Herren zwar verloren, aber eine durchaus gute Leistung ablieferten. Im Rückblick auf das Jahr gaben die Gäste aus Griesheim bei keinem anderen Gegner so viele Spiele ab wie beim STC – man muss auch das Positive sehen! Entsprechend kurzweilig war auch dieser letzte Termin. Mathias Hamann sowie Martin Höpfner machten es vor allem in ihrem jeweiligen Einzel sehr spannend und suchten die Entscheidung jeweils im dritten Satz, der allerdings leider nur für Hamann ein positives Ende hatte. Die Trauer über das dann doch verlorene Einzel währte bei Höpfner aber nicht lange, denn im Doppel konnte er zusammen mit Thomas Krasemann brillieren und so doch noch einen Sieg einfahren. Das Endergebnis fiel mit 2:4 (5:9 Sätze und 60:73 Spiele) dennoch negativ aus. Auch diese Mannschaft (Thomas Krasemann, Mathias Hamann, Martin Höpfner, Markus Wollenhaupt und Stefan Simonis) hofft auf einen deutlich normaleren Modus im kommenden Jahr und wird sich über den Winter in einer neu ins Leben gerufenen „Wintermedenrunde“ fit halten. Wir sind gespannt, wie es in dieser Konkurrenz ausgehen wird.

Am Sonntag dann ging auch die Runde für die Herren 55 in der Gruppenliga zu Ende. Man war zu Gast beim TC Seulberg, von dem man sich im Hinspiel in Semd mit einer knappen Niederlage trennte – hier war also durchaus noch etwas drin. Allerdings stand es zum Zeitpunkt der Anreise bereits 0:2. Grund dafür war die Tatsache, dass die Mannschaft urlaubs- und verletzungsbedingt mit einem Mann zu wenig auflief und daher von vorneherein ein Einzel sowie ein Doppel verloren waren. In Summe wurde der Spieltag aus Sich der Semder mit 1:5 (2:11 Sätze, 29:71 Spiele) in die Wertungsbücher eingetragen. Nach dem phantastischen Aufstieg im letzten Jahr schlug in diesem Jahr der Verletzungsteufel zu, so dass die eigentliche Stammmannschaft immer wieder aufgefüllt werden musste – in dieser Saison standen neben Frank Völger, Daryoush Amirzadeh Asl, Herbert Dörfler und Günther Lehr auch Eberhardt Vogel, Thomas Ohl und Stefan Waldmann auf dem Platz. Für die Wintermedenrunde ist ebenfalls eine Anmeldung platziert und wir hoffen, dass die Herren 55 hier mit weniger Personalsorgen aufspielen können.

Unterm Strich kann man der „Corona-Saison“ im Tennis doch noch etwas abgewinnen – den Klassenerhalt für alle Mannschaften. Wir hoffen im kommenden Jahr auf eine neue Saison unter Normalbedingungen, in der es dann neben Ruhm und Ehre auch wieder um einen potentiellen Auf- oder eben Abstieg geht – das gehört beim Sport dazu und kitzelt dann vielleicht doch noch das letzte Prozent aus einem Spieler heraus. Für die abgelaufene Saison bedanken sich die Mannschaften bei allen Unterstützern und Zuschauern.