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STC mit durchwachsenem Saisonstart

Konnten wir letzte Woche davon berichten, dass Petrus sich als Freund des Tennissports geoutet und die Saisoneröffnung beim Ski- und Tennisclub in Semd wider Erwarten mit strahlendem Sonnenschein begleitet hat, so durchwachsen waren dann die Saisonstarts der einzelnen Mannschaften des Clubs. Die ersten Spieltage mussten zeitlich oder räumlich verlegt werden oder fanden bei nass-kalten Temperaturen statt – und auch die Ergebnisse lassen durchaus Luft nach oben.

In diesem Jahr standen gehen neben den beiden Herrenmannschaften gleich drei „Neulinge“ für den STC an den Start. Nach vielen Jahren kann der Verein endlich wieder zwei Jugendmannschaften sowie eine Damenmannschaft (Damen 30) ins Rennen schicken, die allerdings allesamt bei ihren jeweiligen Debüts Lehrgeld zahlen mussten.

Die Jugendlichen der Junioren U14 standen am vergangenen Freitag erstmals im Rahmen einer Medenspielrunde auf dem Platz – mit dem kleinen Vorteil des Heimspiels, jedoch sichtlich nervös wurden die Gegner des TC Ernsthofen auf dem Gelände begrüßt. Zwar verloren die Semder-Jungs auf dem Papier eindeutig mit 0:6, die einzelnen Spiele waren dennoch teilweise knapp und hart umkämpft. Joshua Schwarz, Christian Wolf, Julian Mauß und Elias Hamann lieferten trotz des Ergebnisses eine respektable Leistung ab – nicht zuletzt das letzte Doppel unter Beteiligung von Christian und Julian zeigte, dass hier auch mehr drin steckt, da dieses Spiel nur knapp mit 5:7 und 3:6 abgegeben wurde (Gesamtergebnis 0:6, 0:12 Sätze und 16:73 Spielen). Natürlich ärgerte man sich auch über den ein oder anderen verschlagenen Ball, eine vertane Chance oder das fehlende Quäntchen Glück, nach dem Match war die Stimmung bei Nudeln mit Hackfleischsoße aber wieder gut, die Gäste wurden freundlich verabschiedet und die Truppe freut sich bereits auf den nächsten Einsatz am kommenden Freitag (17.05.), zu dem die Mannschaft ab 16 Uhr beim TV Groß-Umstadt zu Gast sein darf.

Ein weiterer Debütant auf der Medenspielbühne sind die Junioren U18, die sich im Rahmen einer Spielgemeinschaft mit Spachbrücken und Brensbach erstmals in den Wettbewerb stürzen. Der STC Semd ist hier mit den beiden Jugendlichen Noah Seibert und Finn Simonis vertreten. Bereits am Samstag vor einer Woche (04.05.) trat die Mannschaft zu ihrer ersten Heimspiel-Begegnung an, wobei die Heimspielorte zwischen den beteiligten Vereinen rotieren. An diesem Tag hieß „zu Hause“ also erstmal Spachbrücken und hier wurden die Teilnehmer auf eine Geduldsprobe gestellt. Zum eigentlichen Spielbeginn um 9 Uhr morgens war aufgrund des Regens noch nicht an Tennis zu denken – die Gäste aus Bensheim wurden also darüber informiert, dass sie sich noch nicht auf den Weg nach Spachbrücken machen mussten. Und dann hieß es warten, Wetter-Apps befragen, telefonieren. Mit ein wenig „Mut zur Lücke“ einigte man sich dann auf einen Spielbeginn um 14 Uhr und das Wetter spielte dann auch mit. Die U18 schlugen sich gegen die deutlich besser eingestuften Bensheimer respektabel – die Spiel- und Turniererfahrung der Gäste setzte sich am Ende allerdings eindeutig durch und die Partie ging wie bei den U14-ern mit 0:6 verloren. Zwar konnte Finn Simonis in zwei Sätzen kein Spiel für sich entscheiden, umkämpft waren die einzelnen Spiele dennoch und gegen seinen drei Leistungsklassen stärken Gegner machte er eine sehr gute Figur. Auch der zweite Spieltag der U18-er am letzten Samstag wurde wettertechnisch heftig diskutiert – am Ende einigte man sich auf eine Verschiebung auf Sonntag, 19.05.2019.

In diesem Jahr freut sich der STC besonders darüber, dass wieder eine Mannschaft aus der Damenriege in den Wettbewerb einsteigt. In der Bezirksliga A gingen die Damen 30 (mit Sabine Hafner, Anke Eidmann, Nadine Niebel, Ivonne Schwarz und Wiebke Simonis) an ihrem ersten Spieltag am Sonntag (12.05.) beim Nachbarn in Dieburg an den Start. Auch hier stand am Ende ein eindeutiges Ergebnis mit 0:6 (0:12 Sätze und 8:72 Spiele) auf der Anzeigetafel – im ersten Moment sicherlich frustrierend, auf den zweiten Blick allerdings kein Grund zur Verzweiflung. Die Gegner aus Dieburg sind durch die Bank erfahrene Medenspielerinnen und in ihren Leistungsklassen zwischen drei und sieben (!) Stufen höher platziert, als die Damen des STC. Daneben lässt der Blick auf die restlichen Mannschaften der Gruppe vermuten, dass man mit Dieburg gleich zu Beginn „das schlimmste“ hinter sich gebracht hat. Der erste Spieltag der Damen 30 endete allerdings anders als zunächst vermutet sehr gut gelaunt, nachdem man sich nach der Rückkehr bei dem ein oder anderen Aperol auf der heimischen Anlage gegenseitig zum Muttertag gratulierte.

Denn genau dort – auf dem Vereinsgelände des STC in Semd – spielten parallel zu den Damen auch die Herren 40 ihr erstes Match der Saison. Nachdem diese Mannschaft in der Altersklasse „aufgestiegen“ ist (bis letzte Saison spielte man noch in der Herren 30), empfing man die Mannschaft aus Nauheim zum Heimspiel. „Frostig ist´s bei Euch“, waren die ersten Worte der Gäste morgens um 9 Uhr – und so war es auch. Da musste man sich deutlich länger Zeit zum warmspielen nehmen und Shirt und kurze Hose blieben erst einmal unter längerer Kleidung versteckt.

Die Herren 40 lieferten sich ein ausgeglichenes Match mit den Gästen und gingen nach vier Einzeln von Thorsten Mahr, Thomas Krasemann, Martin Müller und Stefan Simonis mit einem 2:2 in die beiden letzten Doppel. Auch hier wurde es nicht weniger spannend, da beide Spiele im Tiebreak entschieden werden musste. Das erste Doppel Mahr/Krasemann setzte sich dann auch im Tiebreak des zweiten Satzes durch und entschied das Spiel für sich – im zweiten Doppel Müller/Martin Höpfner musste sogar ein dritter Satz die Entscheidung bringen, der im Match-Tiebreak mit 8:10 verloren ging. Am Ende stand also ein versöhnliches 3:3 Unentschieden (8:6 Sätze, 64:61 Spiele), wobei für beide Mannschaften der Sieg gleichermaßen möglich gewesen wäre.

Mit der Herren 50-Mannschaft ist der STC seit diesem Jahr auch oberhalb des Tennisbezirks Darmstadt auf Landesebene vertreten und auch hier begann die Runde bereits vor einer Woche. Bereits am 04.05. war das erste Heimspiel in der Gruppenliga gegen die Gäste aus Viernheim geplant. Im Vorfeld zeichnete sich bereits ab, dass dieser Spieltag aufgrund der Wettervorhersage nur schwerlich in Semd ausgetragen werden könnte, was eine Verschiebung mit sich bringen würde. Die Mannschaftsführer einigten sich allerdings darauf, nicht den Spieltag sondern den Spielort zu verlegen, da die Viernheimer Zugriff auf eine Tennishalle haben und das Duell dort wetterunabhängig ausgetragen werden konnte. So war der Weg zum ersten Heimspiel deutlich weiter als gedacht und wurde von der Sorge begleitet, den kleinen Vorteil eines Heimspiels aus der Hand gegeben zu haben. Diese Sorge war jedoch unbegründet, denn die Spieler um Mannschaftsführer Günther Lehr (Frank Völger, Daryoush Amirzadeh Asl und Herbert Dörfler) setzen sich trotzdem souverän mit 4:2 (8:6 Sätze, 51:42 Spiele) in Viernheim durch und konnte damit einen perfekten Start hinlegen.

Auch der zweite Spieltag der Herren 50 stand wettertechnisch unter keinem besonders guten Stern. Beim Rivalen in Schwanheim wurde bei niedrigen zweistelligen Temperaturen und Dauernieselregen gespielt – das macht die Bälle schwer und die Plätze weich und bedeutet für alle Akteure eine Umstellung des eigenen Spiels und der Taktik. Damit kamen die Gastgeber aus Schwanheim einen Deut besser zurecht, so dass die Herren des STC nach vier Einzeln mit 1:3 im Hintertreffen waren – dabei hätte es durchaus auch unentschieden stehen können, jedoch verlor Günther Lehr sein Einzel gegen seinen drei Zähler besser eingestuften Gegner äußerst knapp in drei Sätzen mit 7:5, 5:7 und 13:15 (!). Die beiden verbleibenden Doppel konnten daher bestenfalls noch das Remis bringen, jedoch teilte man sich hier die Punkte, so dass am Ende aus STC-Sicht ein 2:4 (5:8 Sätze, 41:58 Spiele) auf der Abrechnung stand.

Das Fazit der ersten (beiden) Medenspieltage der Saison 2019 zeigt also Ergebnis- wie wettertechnisch ein durchwachsene Bild. Die Debütanten mussten bei ihren ersten Auftritten Niederlagen einstecken, werden an diesen aber sicherlich noch wachsen. Die beiden Herrenmannschaften starten unterm Strich gut in die Saison.

Der Ausblick zeigt ein straffes Programm für die kommende Woche. Bereits am Freitag (17.05.) trifft die U14 auswärts auf Groß-Umstadt, die U18 erwartet ein hartes Wochenende – am Samstag (18.05) empfängt man die Mannschaft der Spielvereinigung aus Fürth/Rimbach/Lautertal (Austragungsort dieses Heimspieles ist Brensbach) und am darauffolgenden Sonntag (19.05.) geht es zum Nachholspiel nach Bobstadt.

Ebenfalls am Sonntag gehen die Herren 40 auf Reisen – gespielt wird im Crumstadt.

Die Herren 50 empfangen am Samstag (18.05.) die Gäste aus Kalbach – Aufschlag ist um 14 Uhr.

Für die Damen 30 scheint bei ihrem ersten Heimspiel am Sonntag (19.05.) hoffentlich die Sonne vom Himmel, Gast ist die Mannschaft aus Gräfenhausen, los geht es um 9 Uhr. Zu diesem Heimspiel wie auch am Samstag (Herren 50) sind Zuschauer, Freunde und Gäste herzlich willkommen.